Fit im Kopf

veröffentlicht am 20.10.2017

Die gute Nachricht: Sie selbst können an Ihrer Schusseligkeit entgegen steuern und damit auf die weitere Entwicklung Ihres Gehirns Einfluss zu nehmen.

Betrachtet man nun die bereits erwähnten Hauptrisikofaktoren für Einbußen des Denkvermögens wird schnell klar, dass der eigene Einfluss auf die Erkrankung nicht zu unterschätzen ist. Das Risiko für Vergesslichkeit lässt sich mit entsprechenden Maßnahmen bis zur Hälfte senken. Und Sie können jederzeit damit starten, Ihre kleinen grauen Zellen zu unterstützen. Zahlreiche Studien bestätigen, dass entsprechendes Training sogar dann noch hilft, wenn der geistige Abbau be-reits eingesetzt hat. Es ist also immer der richtige Zeitpunkt, um etwas für Ihr geistiges Wohler-gehen zu tun – egal ob zur Vorbeugung oder um aktiv in den Prozess einzugreifen!

Bringen Sie Ihren Körper auf Trab!

Vor allem körperliche Bewegung hat bei zahlreichen Studien verblüffende Erfolge im Bereich Vorbeugung und Behandlung akuter Symptome gezeigt. Ein Grund für diesen positiven Effekt vermutet man in der Tatsache, dass körperliche Aktivität die Durchblutung der Organe, also auch des Gehirns, nachweislich verbessert – und somit Konzentrationsschwäche gezielt entgegen wirkt. Außerdem fördert Fitness die körperliche Koordination und Beweglichkeit, kräftigt das Herz-Kreislaufsystem und verhindert Übergewicht. Zur Bekämpfung von akuten Symptomen seien dreimal die Woche ca. 30 Minuten Training ideal, so die Empfehlung vieler Ärzte. Die Art von Fitness selbst ist weniger entscheidend, oft haben Menschen an den Sportarten Spaß, die sie bereits früher getrieben haben – Bewegungen, die man einmal gelernt hat werden nämlich Langzeitgedächtnis abgespeichert. Aber auch Spazierengehen, leichtes Krafttraining (nach vorheriger Anleitung), Aqua Jogging, Gymnastik und Tanz sind durchaus zu empfehlen. Eine Umstellung von einem passiven auf einen aktiven Lebensstil in einem früheren Alter ist jedoch durchaus sinnvoll, denn eine Verbindung zwischen Vergesslichkeit und Bewegungsmangel lässt sich bereits ab dem mittleren Lebensalter feststellen.

Besonders positiv wirkt sich die Verbindung von körperlicher und geistiger Aktivität auf den Kopf aus: Abwechslungsreiche Fitnessübungen und Fitnesskurse, die komplexere Bewegungsabläufe erfordern, fördern Geist und Körper gleichermaßen und halten beide lange beweglich.

Ein weiterer Faktor, der den Abbau der geistigen Fähigkeiten beeinflussen soll, ist unser Schlaf. Sie sollten darauf achten, regelmäßig ausreichend und erholsam zu schlafen und Stressfaktoren im Alltag möglichst gering zu halten. Erholsamer Schlaf ist gleichermaßen wichtig für unsere körperliche und mentale Regeneration und bewahrt die eigene Leistungsfähigkeit auf lange Sicht.

Essen für den Kopf

Auch die Ernährung spielt für die Gehirnleistung eine große Rolle. Um das geistige Denkvermögen nachhaltig zu fördern wird ein mediterran inspirierter Speiseplan mit viel frischem Obst und Gemüse, Fisch und gesunden Fetten in Form von guten Ölen und Nüssen empfohlen. Hintergrund dieses Speiseplans ist, dass zahlreiche Vitamine und Omega-3-Fettsäuren als Antioxidantien wirken und zellschädigende freie Radikale ausschalten. Folsäure und B-Vitamine hingegen senken die Werte gefäßschädigender Aminosäuren. Auf der anderen Seite hilft eine gesunde Ernährung Übergewicht vorzubeugen bzw. zu reduzieren und so Blutzuckererkrankungen, Herzerkrankungen und Bluthochdruck zu verhindern. „Junkfood“ wie Fertiggerichte, stark zucker- und salzhaltige Lebensmittel und übermäßig viel Alkohol hingegen bewirken Einschränkungen im Erinnerungsvermögen und im Denken und sollten daher weitgehend vermieden bzw. stark eingeschränkt werden.

Wer gerne Kaffee trinkt kann sich übrigens freuen: Koffein gehört ebenfalls zu den Antioxidantien und regelmäßiger Kaffeegenuss (bis zu 3 Tassen am Tag) kann Konzentrationsschwäche um bis zu 65% reduzieren – so kann Koffein im Zusammenhang mit anderen Maßnahmen also durchaus eine positive Wirkung auf die Entwicklung Ihrer geistigen Kräfte im Alter haben. Allerdings ist hier Vergesslichkeit ausnahmsweise erwünscht: „Vergessen“ Sie Milch und Zucker und genießen Sie Ihren Kaffee stattdessen schwarz.

Schlagen Sie dem Alter ein Schnippchen!

Tatsächlich sind sich Hirnforscher einig, dass das Risiko der ansteigenden Vergesslichkeit zur Hälfte durch genetische Faktoren bestimmt wird – also für uns nicht beeinflussbar ist. Die andere Hälfte des Risikos haben wir aber offensichtlich selbst in der Hand. Der Abbau von geistigen Fähigkeiten muss demnach kein unabwendbares Schicksal sein, denn mit Motivation und Aktivität können Sie Ihren Kopf und Ihren Körper lange fit und gesund halten.

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